Jugendrat und Stadterneuerung – Gelsenkirchen im Dialog

von Martin Leißing/ Gastautor und Jugendratsmitglied

Wie können Kinder und Jugendliche besser in Stadterneuerungsprozesse eingebunden werden? Diese Frage diskutierten jüngst Vertreter der Koordinierungsstelle Stadterneuerung mit Mitgliedern des Jugendrates. Nachdem den Jugendlichen zunächst ein Überblick über die Geschichte der Stadterneuerung in Gelsenkirchen gegeben wurde, berichteten die Verantwortlichen der aktuell laufenden Projekte über die Vorhaben und die bisherige Einbindung von Kindern und Jugendlichen.

So wurden bisher hauptsächlich bei der Erneuerung von Spielplätzen und Schulhöfen Kinder mit in die Planung einbezogen. Probleme zeigten sich jedoch gerade bei Projekten, welche von den Kindern und Jugendlichen mitentwickelt werden sollten. Aufgrund der Tatsache, dass zwischen einer Idee und ihrer Umsetzung meist viele Jahre liegen, seien Jugendliche schnell demotiviert, so Janine Feldmann, Leiterin der Koordinierungsstelle Stadterneuerung. „Eine Institutionalisierung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“ sei ihrer Ansicht nach daher geboten. Dafür eigne sich der Jugendrat als politische Vertretung der jungen Menschen sehr gut. Diese Einschätzung teilten auch die Jugendratsvertreterinnen und -vertreter. Von einer Einbindung des Jugendrates würden beide Seiten profitieren, so die einhellige Meinung der jungen Politiker. Auch die Art der Einbindung wurde besprochen. So soll darauf hingewirkt werden, dass dem Jugendrat die Entsendung eines Mitglieds in die Gebietsbeiräte ermöglicht wird. Bis dahin können die Vertreter sich dort allerdings auch ohne Stimmrecht beteiligen.

 

Janine Feldmann, Leiterin der Koordinierungsstelle Stadterneuerung

 

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