„Doom Eternal“ macht die Musik

In Zeiten der nicht sichtbaren Bedrohung kann es helfen sich realen Dämonen zu stellen. Genau das bietet „Doom Eternal“ auf grandiose Weise mit viel Feinarbeit. Ein actiongeladener Shooter, der brachiale Kämpfe mit einem angriffslustigen Metal-Soundtrack verbindet. Die Shotgun kickt eindrucksvoll und die Explosionen lassen den Bildschirm wackeln. Besonders aufregend wird das Spiel mit einem Kopfhörer und sich nähernden Dämonen im Rücken des Spielers. Ein atemberaubendes, temporeiches und erschöpfendes Spielerlebnis. Beim Spielen der Story-Kampagne muss regelmäßig eine Pause eingelegt werden, um den Kopfhörer abzusetzen und etwas Luft zu holen. Es ist kein Spiel für schwache Nerven und nichts für den Nachwuchs. Die Alterseinstufung ist mit 18 Jahren genau richtig angesetzt.

„Als DOOM Slayer kehren Sie auf die Erde zurück und finden sie von Dämonen überrannt vor“, verkündet die Spielbeschreibung die anstehenden Herausforderungen.“ Drehen Sie auf und entdecken Sie die Ursprünge des Slayers und seiner fortwährenden Mission, zu metzeln und zu schnetzeln, bis nichts mehr steht“. Was beim Start wie ein wie ein wildes Geballer wirkt, ist in Wahrheit ein ausgeklügeltes Game-Design Tanz auf Messers Schneide. Nur der Spieler kommt weiter, der Risikobereitschaft, Taktik und blitzschnelle Entscheidungen miteinander kombiniert. Es ist ständig die komplette Aufmerksamkeit des Spielers gefordert und die Bereitschaft jederzeit außerordentliche Gewalt anzuwenden. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch und verlangt selbst erfahrenen Gamern viel ab. Das liegt auch daran, dass Lebenspunkte, Rüstung und vor allem Munition in Doom Eternal stark begrenzt sind. Um Nachschub zu bekommen, muss man sich ins Getümmel und ins Gefecht stürzen. In anderen Shootern regeneriert man seine Lebenspunkte, indem man sich in Deckung zurückzieht. Bei Doom ist es anders und, nur wer seine Gegner mit einer Nahkampfattacke besiegt, erhält Nachschub, Gesundheit und Munition. Dabei ist es besonders effektiv, wenn die Kettensäge oder der Flammenwerfer eingesetzt werden.

Doom Eternal ist bereits der fünfte Teil der Reihe. Doom heißt übersetzt ‚Verhängnis, ‚Verderben, Verdammnis‚ Untergang oder böses Schicksal. Der erste Teil des Ego-Shooters wurde 1993 von den legendären Entwicklern von id Software aus Texas veröffentlicht. Wegen der 3D-Grafik, der völlig neuen Spiel-Engine und des kommerziellen Erfolgs gilt der Titel als Meilenstein im Bereich der Computerspiele. id Software hat mit Wolfenstein 3D, Doom und Quake die Welt der Computerspiele weit über die Genregrenzen der Ego-Shooter hinaus geprägt.

Neben einigen Gegenständen ohne großen Nutzen findet man in den Nischen und Winkeln der Levels verschiedene Items. Waffenmods, Waffenpunkte, Prätorenanzugsmarken, Wächterkristalle und Runen können neue Fähigkeiten freischalten. Technisch ist Doom Eternal wie alle Vorgänger absolut erstklassig. Das Spiel wird von der Engine id Tech 7 angetrieben, die eine perfekte Verbindung zwischen visuellen Details und Spielbarkeit findet. Wenn es auf älteren Rechnern manchmal etwas ruckelig zugeht, lassen sich die Einstellungen der Grafik reduzieren. Spielbarkeit und Tempo bleiben trotzdem erhalten.

Damit es hart und heftig klingt wurde für den Sound ein eigener Heavy-Metal-Chor gegründet. Mick Gordon hat den eingängigen Chorgesang kreiert, der in einer geheimnisvollen, uralten Sprache vom Ursprung des Slayers kündet. Dazu wurde eine Gruppe verschiedenster Heavy-Metal-Musiker zu einem offenen Casting zusammengerufen. Im Chor finden sich Musiker wie Tony Campos (Ministry, Static X), Sven de Caluwé (Aborte) und Linzey Rae (The Anchor).

Id Software hat es geschafft dem Klassiker neues Leben einzuhauchen und für brachiale Unterhaltung zu sorgen. Die längere Kampagne, die große Anzahl an Dämonen und das umfangreiche Waffenarsenal machen „Doom Eternal“ zu einem besonderen Erlebnis. Da stört die berechenbare Geschichte kaum. In Zeiten der Krise und vielen freien Zeit können Dämonen sinnvoll bekämpft werden. Das baut Aggressionen ab und sichert den häuslichen Frieden.

Doom Eternal gibt es für PC, Xbox One, PS4 und Google Stadia. Eine Switch-Version soll folgen. USK: ab 18.

In Deutschland standen Doom und Doom 2 – hell on Earth seit Mai 1994 bzw. Dezember 1994 auf der Liste für jugendgefährdende Medien der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) und durften im nachfolgenden Zeitraum in Deutschland nicht geschäftlich beworben werden. Am 4. August 2011 wurden die Spiele nach einem Antrag des Rechteinhabers von der Liste gestrichen.[1][2][3] Lediglich die amerikanische Version von Doom 2 verbleibt auf der Liste, da sich dort zwei aus dem indizierten und bundesweit beschlagnahmten Spiel Wolfenstein 3D übernommene Levels finden. Die USK erteilte den für den deutschen Markt bestimmten Spielen am 30. August 2011 eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.

Quelle: Wikipedia

2 Gedanken zu “„Doom Eternal“ macht die Musik

  1. Erstaunlich, die ISSO überrascht mich hier mal inhaltlich. Sollte es in Gelsenkirchen auch Gamer geben? 🙂 Die Indizierung von „Wolfenstein 3D“ (auch der Ami-Version) ist meines Erachtens nicht mehr zeitgemäß.

    1. In der Tat gibt es so etwas in GE und auch in der Redaktion. Es hat Spaß gemacht mal wieder darüber zu schreiben. Eine Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen. Wir haben ja jetzt vielleicht etwas Zeit für digitale Vergnügen.

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