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Die weiße Null

von André Wülfing   Was interessiert mich die schwarze Null, es sei denn im Derby gegen den BvB. Ohnehin ist fraglich, warum die Null schwarz sein soll. Gewinne werden schwarz bilanziert, Verluste rot. Aber null ist null, auch eine „rote Null“ wäre ja Unsinn, zumal als verwaltungspolitische Zielvorgabe, es sei denn im Spiel gegen die Bayern. Also liegt die Wahrheit in der Mitte: Die einzig … Die weiße Null weiterlesen

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Letzter Platz – ZDF-Studie bescheinigt Gelsenkirchen die schlechteste Lebensqualität ganz Deutschlands

Kommentar von Denise Klein Mit Studien ist es immer so eine Sache. Wer macht sie, wem nützen sie? Den Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern jedenfalls nicht, leben sie ja schließlich nicht auf dem Mond, sondern inmitten des von außen attestierten Elends. Dies werden Menschen, die in den schönen Ecken der Stadt leben, deren Adressen im Straßennamen ein „Park“ oder „Garten“ führen, sicher nicht so bestätigen. Doch auch … Letzter Platz – ZDF-Studie bescheinigt Gelsenkirchen die schlechteste Lebensqualität ganz Deutschlands weiterlesen

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Oh, wie schön ist Gelsenkirchen…doch wo wohnen eigentlich die Chefs?

von Michael Voregger   Die Zahl der Gesundbeter und Schönredner bleibt in der Stadt der Tausend Feuer auf einem hohen Niveau. Vielleicht steigt sie ja sogar an – wer weiß? Die schlechten Nachrichten erreichen Gelsenkirchen in immer kürzeren Abständen: höchste Arbeitslosenquote bundesweit, die meisten AfD-Wähler im Westen, ein Drittel der Kinder leben in Armut, die ärmste Stadt Deutschlands und so weiter. Da versteht jeder, dass … Oh, wie schön ist Gelsenkirchen…doch wo wohnen eigentlich die Chefs? weiterlesen

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Schöne neue Welt – Der Erfolg der AfD in Gelsenkirchen

Gelsenkirchen ist die ärmste Stadt Deutschlands und die Hochburg der AfD im Westen. Ein Zufall oder gibt es hier einen Zusammenhang? Wilhelm Heitmeyer, 72 ist ein deutscher Soziologe, Erziehungswissenschaftler und Professor für Sozialisation am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld. Er war bis 2013 Direktor des Instituts und seitdem ist er dort im Rahmen einer Forschungsprofessur tätig. Seit den 80er Jahren … Schöne neue Welt – Der Erfolg der AfD in Gelsenkirchen weiterlesen

Selbstzerstörerisches Familiendrama

Eine Rezension von Alexander Welp   Couragierte Inszenierung von Henrik Ibsens Gespenstern   Lügen, Verrat und menschliche Abgründe – mit seinem Werk hält Ibsen einer verrohten Gesellschaft den Spiegel vor und kritisiert längst überholte Konventionen. Brutal und schonungslos ehrlich beschreibt das Stück den tragischen Zerfall einer Familie. Unter der Leitung von Simone Thoma inszeniert das Theater an der Ruhr in Mülheim eine Adaption des Stoffes, … Selbstzerstörerisches Familiendrama weiterlesen

Die Tragödie einer Entwürdigung

Eine Rezension von Alexander Welp   Der Tod in Venedig als zündender Bühnenstoff   Vor über einhundert Jahren erschien die zweifelsohne düstere, bedeutungsschwangere und provozierende Erzählung von Thomas Mann – das Werk gilt bis heute als eines der großen Meisterwerke des Autors. Im Gegensatz zu den meisten anderen seiner Arbeiten fehlt der bedrückenden Novelle allerdings vollkommen das humoristische Element. Das Off-Theater Rottstraße 5 in Bochum … Die Tragödie einer Entwürdigung weiterlesen

„BAUM GÜRTEL“

Looking up… Der kanadischen Künstlerin Nancy E. Watt liegt die Umwelt am Herzen und in welcher Beziehung der Mensch zu ihr steht. Kannte man sie bisher vor allem durch ihre klein- bis großformatigen tachistischen Malereien und Grafiken hat sie nun, aus Anlass ihres Eintrittes in den Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) und der Ausstellung „Die Neuen“, erstmals eine Arbeit für den öffentlichen Raum gestaltet. An der … „BAUM GÜRTEL“ weiterlesen

IN EIGENER SACHE

Neues Jahr, neues Glück – und für uns brachte das frische Jahr 2019 gar noch einen neuen Arbeitszusammenhang – nein, halt: „Workspace“ nennt man das heute! Und eben der, so hoffen wir, soll sich in Zukunft nach Kräften in „Workflow“ umsetzen. Denn entstand die isso. seit ihrem Start 2015 stets an verschiedenen Orten und arbeiteten die Redakteur*innen über die halbe Stadt verteilt, so bietet uns … IN EIGENER SACHE weiterlesen

Der Mensch als Todsünde

Das Musiktheater inszeniert „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ Eine Rezension von Alexander Welp   „Wir brauchen keinen Hurrikan, wir brauchen keinen Taifun. Denn was er an Schrecken tun kann, das können wir selber tun.“ – Bertolt Brechts und Kurt Weills Oper führte bereits bei ihrer Uraufführung im Jahr 1930 zu einem der größten Theaterskandale der Weimarer Republik: Zu düster, zu gesellschaftskritisch und letztlich als … Der Mensch als Todsünde weiterlesen