Der Kulturentwicklungsplan
ist ein Scheinriese

von Michael Voregger Seit mehr als einem Jahr arbeitet die Agentur „startklar“ an dem Kulturentwicklungsplan – von den Macher*innen kurz KEP genannt. Vorläufiger Höhepunkt sollte die KEP-Konferenz in Schloss Horst am 18. November sein. Bei Michael Ende ist der Scheinriese Tur Tur ein freundlicher Herr, der nichts für seine bedrohliche Erscheinung kann. In der politischen Debatte ist damit eine Erscheinung gemeint, die fälschlich oder unberechtigt … Der Kulturentwicklungsplan
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Operation gelungen, Patient tot

Kommentar zum Zentralbadabriss Das Zentralbad ist Geschichte. Gerade mal 55 Jahre alt wurde es im August endgültig abgerissen. Schon seit dem vergangenen Sommer hat es geschlossen. Man hatte sich vom 2018 lange ausgehandelten Bäderkonzept kurzerhand verabschiedet, das ursprünglich den Abriss erst nach Fertigstellung eines neuen Bades auf dem angrenzenden Gelände der ehemaligen Polizeiwache vorgesehen hatte. So hätte man eine Badezeitenverknappung verhindern wollen, der Schwimmbetrieb wäre … Operation gelungen, Patient tot weiterlesen

Keine guten Nachrichten für Ückendorfer Pferdesportler

Reitverein ETuS Gelsenkirchen 1996 unterliegt im Bieterverfahren 700.000 € hatte der Reitverein ETuS Gelsenkirchen 1996 beim Bieterverfahren der Bundeseisenbahnbahnvermögen (BEV) in den Ring geworfen, um das Reitgelände an der Dessauer Straße in Ückendorf zu erwerben. „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir die Immobilie einem Kaufbewerber mit einem höheren Gebot zum Kauf angeboten haben“, heißt es im Schreiben des BEV, das der Vereinsvorsitzenden Monika Patryas … Keine guten Nachrichten für Ückendorfer Pferdesportler weiterlesen

#401GE – Was ist dran?

Gregor Sander: „Lenin auf Schalke“ Ein Ex-Ossi geht der Behauptung nach, Gelsenkirchen sei „der Osten im Westen“. Seit 30 Jahren schreibt der Westen über den Osten – aber umgekehrt? „Lenin auf Schalke“ heißt das Buch, das der Wahl-Berliner und Schriftsteller Gregor Sanderbei einer Lesung im Halfmannshof Anfang April den Gelsenkirchener*innen präsentierte. Auf 200 Seiten stellt Sander seine Erlebnisse und Erkenntnisse aus drei Monaten Gelsenkirchen zusammen … #401GE – Was ist dran? weiterlesen

Wenn Verbindlichkeit zur Floskel wird

Heidelbürger zeigen sich von Stadt enttäuscht Gelsenkirchen ist nicht unbedingt der Anziehungspunkt von Visionären, die Geld mitbringen, Ideen umsetzen und Nachbarschaften stärken wollen. Dennoch entschlossen sich ein paar Menschen, das ehemalige Gemeindehaus der Heiligkreuzkirche in der Heidelberger Straße zu kaufen und zu einem alternativen Wohn-, Arbeits- und Nachbarschaftsprojekt mit kultureller Ausrichtung umzubauen. Die Heidelbürger oder Wohnkumpane, wie sie sich nennen, haben seit dieser Zeit das … Wenn Verbindlichkeit zur Floskel wird weiterlesen

Kultur ohne hinreichende Bedeutung

Denise Klein im Gespräch mit Klaus-Alexander Hermandung (CDU), langjähriger Vorsitzender des Kulturausschusses     Herr Hermandung, Sie waren über viele Jahre Ausschussvorsitzender für Kultur. Nun folgt ein Mann der AfD. Haben Sie Rückmeldungen dazu aus der Kultur- und Kunstszene bekommen? Klaus Hermandung: Nachdem bekannt wurde, dass der Vorsitz im Kulturausschuss an die AfD gefallen ist, habe ich viele Reaktionen aus der Kulturszene und der kulturinteressierten … Kultur ohne hinreichende Bedeutung weiterlesen

Außergewöhnliche Zeiten

Im Gesprach mit Thorsten Pfeil (AfD), Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Tourismus und urbane Szene Von Denise Klein Anfang Dezember wählte der neue Stadtrat die Ausschussvorsitzenden. Nach einer ausgeklügelten Taktik hatten sich die Fraktionen untereinan der verständigt und die attraktivsten Ausschüsse untereinander aufgeteilt. Soweit so üblich. Je nach Wahlverhalten hatte außerdem die AfD zwei Auschuss­vorsitzende stellen können , was durch parteiübergreifende Absprachen verhindert wurde. Dass … Außergewöhnliche Zeiten weiterlesen

Öffentlichkeit unerwünscht

Stadtwerke trennen sich von Kaue als Veranstaltungsort Von Denise Klein Die Gelsenkirchener Stadtwerke haben den Mietvertrag mit der KAUE in Gelsenkirchen-Schalke gekündigt. Schon im Juni endet der Vertrag. Die Kulturspielstätte in den historischen Gebäuden der Zeche Wilhelmine-Victoria steht damit vor dem Aus. Die Kündigung liegt bereits Monate zurück – warum blieb das so lange unter Verschluss? Still und heimlich sollte es mit der KAUE offenbar … Öffentlichkeit unerwünscht weiterlesen