Was würde ein Grundeinkommen für Gelsenkirchen bedeuten?

Das haben wir unsere Bundestagskandidaten gefragt, und sie haben geantwortet:

 

„Das BGE wäre ein Systemwechsel, der den Sozialstaat massiv abbaut. Auch wenn die meisten Menschen trotz BGE arbeiten, gibt es keine Garantie, dass alle notwendigen Arbeiten im nötigen Umfang auch geleistet werden. Gutverdienende profitieren. Trotzdem ist es eine wichtige Diskussion um unsere Zukunft, die möglicherweise bald ohne Erwerbsarbeit als Grundlage auskommen muss.“

Ingrid Remmers, Die Linke

 

„Welches der vielen Modelle ist hier gemeint? Wie hoch soll es sein? Wenn gleichzeitig alle sozialen Leistungen für besonders Bedürftige wegfallen, ergibt sich ein Gießkanneneffekt,bei dem die Armen die Verlierer sind, erst recht bei einer Finanzierung über die Mehrwertsteuer. Eine am Bedarf des Einzelnen orientierte Förderung erscheint mir daher sinnvoller, gerade in Gelsenkirchen.“

Markus Töns, SPD

 

„Gelsenkirchen ist in einer besonderen Situation. Die hohe Arbeitslosenquote und die große Zahl an Langzeitarbeitslosen erfordern spezielle Maßnahmen, wie die Schaffung eines regulären sozialen Arbeitsmarktes. Hier hilft eine Alimentierung durch ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht weiter. Es muss darum gehen, neue Möglichkeiten zur Teilhabe in der Arbeitswelt zu schaffen.“

Oliver Wittke, CDU

 

„Das Grundeinkommen wäre ein echter Schub für die soziale und ökonomische Entwicklung Gelsenkirchens. Es würde gerade Selbständigen, Freiberuflern,Geringverdienern und Langzeiterwerbslosen eine finanzielle Basis für ihr Leben geben. Kreativität und Engagement jedes Einzelnen werden freigesetzt und der soziale Zusammenhalt in der Stadt gestärkt.“

Irene Mihalic, Bündnis 90/Die Grünen

 

„Wir setzen auf das liberale Bürgergeld statt eines BGE. Unser aktuelles System ist schwer durchschaubar und bestraft sogar teilweise die Arbeitsaufnahme. Beim Bürgergeld werden steuerfinanzierte Sozialleistungen, an einer staatlichen Stelle zusammengefasst. Das macht es für Menschen, die auf die Hilfe der Gesellschaft angewiesen sind, einfacher. Auch die Arbeitsaufnahme lohnt sich dann mehr.“

Marco Buschmann, FDP

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