Selbstzerstörerisches Familiendrama

Eine Rezension von Alexander Welp   Couragierte Inszenierung von Henrik Ibsens Gespenstern   Lügen, Verrat und menschliche Abgründe – mit seinem Werk hält Ibsen einer verrohten Gesellschaft den Spiegel vor und kritisiert längst überholte Konventionen. Brutal und schonungslos ehrlich beschreibt das Stück den tragischen Zerfall einer Familie. Unter der Leitung von Simone Thoma inszeniert das Theater an der Ruhr in Mülheim eine Adaption des Stoffes, … Selbstzerstörerisches Familiendrama weiterlesen

Die Tragödie einer Entwürdigung

Eine Rezension von Alexander Welp   Der Tod in Venedig als zündender Bühnenstoff   Vor über einhundert Jahren erschien die zweifelsohne düstere, bedeutungsschwangere und provozierende Erzählung von Thomas Mann – das Werk gilt bis heute als eines der großen Meisterwerke des Autors. Im Gegensatz zu den meisten anderen seiner Arbeiten fehlt der bedrückenden Novelle allerdings vollkommen das humoristische Element. Das Off-Theater Rottstraße 5 in Bochum … Die Tragödie einer Entwürdigung weiterlesen

Der Mensch als Todsünde

Das Musiktheater inszeniert „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ Eine Rezension von Alexander Welp   „Wir brauchen keinen Hurrikan, wir brauchen keinen Taifun. Denn was er an Schrecken tun kann, das können wir selber tun.“ – Bertolt Brechts und Kurt Weills Oper führte bereits bei ihrer Uraufführung im Jahr 1930 zu einem der größten Theaterskandale der Weimarer Republik: Zu düster, zu gesellschaftskritisch und letztlich als … Der Mensch als Todsünde weiterlesen